Von der Idee bis zur Wirklichkeit

„Zukunftsforum Finanzplatz Frankfurt“: Kreditprogramm für kleine und mittlere Handwerksbetriebe

Den kleinen und mittleren Handwerksbetrieben in Hessen durch die wirtschaftliche Krise helfen – unbürokratisch, schnell und treffsicher: Das leistet der geplante Handwerksfonds der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WI-Bank). Die Idee zu diesem Kreditprogramm entstand in Zusammenarbeit von Hessischem Handwerkstag und der Initiative ‚Zukunftsforum Finanzplatz Frankfurt’. Heute wurden Vorschläge für den neuen Fonds in einer Pressekonferenz in Wiesbaden vorgestellt. Dr. Hans Reckers, seit Oktober Vorsitzender der Initiative ‚Zukunftsforum Finanzplatz Frankfurt’ – bis April 2009 Mitglied des Vorstandes der Bundesbank – zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden: „Eine angemessene Eigenkapitalbasis ist eine wesentliche Voraussetzung für die Kreditvergabe durch Banken und Sparkassen. Das Eigenkapitalvolumen entfaltet eine vielfache Hebelwirkung für die Kreditbewilligung. Das Programm setzt hier zielgenau an und stellt Eigenmittel in einer mittelstandsfreundlichen Form bereit.“ In der gegenwärtigen Wirtschaftskrise zeige sich besonders, dass für die Realwirtschaft eine funktionierende Kreditwirtschaft von großer Bedeutung ist, sagte Dr. Reckers. Das ‚Zukunftsforum Finanzplatz Frankfurt’ der CDU Hessen wurde im Jahr 2002 gegründet und steht unter der Schirmherrschaft des Landesvorsitzenden der CDU Hessen, Ministerpräsident Roland Koch. Das Zukunftsforum bündelt und entwickelt Initiativen aus der Finanzwirtschaft zur Stärkung des Finanzplatzes Frankfurt.

Viele kleinere Betriebe befänden sich derzeit in einer Liquiditätsklemme, da sich nicht nur Kreditversicherer aus ihrem Engagement zurückzögen und ein erhöhter Bedarf zur Vorfinanzierung bestünde, sondern auch die Zahlungsmoral der Kunden rückläufig sei. „Kleine und mittlere Handwerksbetriebe suchen daher nach einem einfachen, schnellen und unkomplizierten Zugang zu eigenkapitalwirksamen Liquiditätshilfen außerhalb einer Beteiligung. Hierdurch ist es den betreffenden Hausbanken dann möglich, weiteres Fremdkapital zur Verfügung zu stellen. Genau an diesem Punkt setzt der Fonds an, dessen Grundstruktur in nur einem Monat geschaffen wurde“, sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker Dr. Walter Arnold.

Die Einrichtung geht auf eine Initiative des Hessischen Handwerkstages zurück. „Eine ausreichende Liquidität ist für die mittelständischen Handwerksbetriebe gerade auch in der Finanz- und Wirtschaftskrise von entscheidender Bedeutung“, erklärt der Geschäftsführer des Hessischen Handwerkstages, Harald Brandes. „Der jetzt aufgelegte Fonds für eigenkapitalersetzende Mittel der Hessischen Landesregierung kann gezielt den kleinen Handwerksbetrieben im Rahmen eines verkürzten Prüfverfahrens helfen, die Eigenkapitalbasis zu verstärken. Damit wird die Möglichkeit geschaffen, zusätzliche Kreditmittel seitens der Banken zu erhalten“, begrüßt Brandes den Fonds. Das Mitglied des Zukunftsforums, Finanzstaatssekretär Thomas Schäfer: „Es besteht dringender Handlungsbedarf, dem Handwerk in dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation zu helfen und damit deutlich zu machen, dass die Landesregierung nicht nur an Großunternehmen denkt, wenn es um Maßnahmen zur Unterstützung der heimischen Wirtschaft geht.“ Der Handwerksfonds sei eine sinnvolle Ergänzung zu den bestehenden Konjunkturprogrammen des Bundes und des Landes, unterstrich der Staatssekretär.
Der Fonds richtet sich als Leuchtturmprojekt zunächst gezielt an Handwerksbetriebe mit maximal 50 Beschäftigten. Schnell und unbürokratisch sollen sie künftig Beträge bis zu 75.000 Euro im Rahmen eines verkürzten Prüfverfahrens als Nachrangdarlehen mit eigenkapitalähnlichem Charakter erhalten können. Das Kreditprogramm soll an die Bedingung geknüpft werden, dass die Hausbank des Kreditnehmers das Nachrangdarlehen um 50 Prozent aufstockt. Damit wird gleichzeitig die Kreditvergabe der Banken angekurbelt. Das Gesamtvolumen des Fonds beträgt 20 Millionen Euro.

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